Ich kann mich noch an meine ersten Vorstellungsgespräche nach dem Studium erinnern… Ende 2004… Beim Ersten sollte ich auf Englisch meine Diplomarbeit zusammenfassen… Da hätte ich ja eigentlich mit rechnen können… aber es lief bescheiden und ich habe eine Absage gekriegt 🙁

Beim zweiten Gespräch hat mein Gegenüber mich wissen lassen, dass sie es mir nicht zutraut, Arztgespräche zu führen… Damals war ich gekränkt und verunsichert, heute kann ich darüber lachen, denn 2 Monate später hab ich den Job bei der Konkurrenz gekriegt und nach der ersten Überwindung lief es bestens. Vielleicht hat die Dame damals erkannt, dass ich introvertiert bin. Aber das heißt noch lange nicht, dass ich keine Arztgespräche führen kann. Ich bin kein Schwätzer, das ist wahr, aber da Ärzte bekanntlich wenig Zeit haben sind sie doch froh wenn man schnell auf den Punkt kommt.

Klar trete ich heute viel selbstbewusster auf als damals. Ich hatte tolle Nebenjobs während des Studiums, aber Selbstmarketing viel mir noch schwer und ich saß genau so unsicher in den ersten Gesprächen wir ihr.

Aber dann ging es aufwärts und die kommenden Vorstellungsgespräche habe ich in guter Erinnerung. Seit ich selber Vorstellungsgespräche geführt und Mitarbeiter ausgewählt habe, sehe ich das Bewerbungsverfahren wieder ganz anders. Und es macht mir immer noch Spaß. Die Teilnehmer meiner Bewerbungstrainings halten mich schon teilweise für seltsam, weil mir das Thema Bewerbung so viel Spaß macht :-))

Leider geht es meinen Kunden vor dem Bewerbungscoaching (noch) nicht so… Spätestens in der 4. Sitzung meines Türöffner-Programms kommen wir auf das Thema „Was stresst dich?“ zu sprechen. Klar, ohne Berufserfahrung ist man in einer besonderen Situation. Und das Schlimmste ist die Entscheidung, die im Raum steht. Kriege ich den Job oder nicht? Komme ich in die zweite Runde, oder kriege ich wieder nur eine Absage? Aber eine Prüfungssituation ist es nicht! Ein Vorstellungsgespräch ist ein Gespräch auf Augenhöhe, bei dem sich beide Seiten (von ihrer besten Seite) präsentieren. Und nicht nur Du wirst unter die Lupe genommen, sondern auch Du solltest kritisch hinterfragen, ob es der richtige Job/Arbeitgeber für Dich ist. Wenn es zur Einstellung kommt, ist es eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Vielleicht hilft Dir das, mit einem anderen Gefühl ins Gespräch zu gehen. Vor Dir sitzen keine Prüfer, sondern möglicherweise zukünftige Kollegen, die sich jetzt Zeit für Dich und Deine Fragen nehmen, Dich näher kennenlernen wollen und schauen, ob Du ins Team passt. Und wenn das Gespräch unangenehm verläuft, ist es vielleicht auch nicht der richtige Arbeitgeber für Dich. Wenn ein Unternehmen Stressinterviews führt, würde ich da zumindest nicht arbeiten wollen.

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