„Als erstes mal ein paar Worte über mich. Ich bin 31 Jahre alt und seit kurzem Produktentwicklerin. Studiert habe ich Biomedizinische Chemie und danach meinen Doktor in Biochemie gemacht. Nachdem ich dann noch 1,5 Jahre an der Uni als Postdoc war, habe ich den Sprung in die Industrie geschafft.

Vier Monate nachdem ich meine erste Bewerbung rausgeschickt hatte kam endlich die erste positive Rückmeldung. Ich wurde um ein Telefoninterview gebeten. So etwas kannte ich bis dahin nur aus Erzählungen. Also habe ich im Internet recherchiert, wie diese Gespräche ablaufen und worauf man achten soll. Im Prinzip ist die Prozedur gleich wie beim persönlichen Gespräch. Folgendes habe ich im Internet gelesen:

Man soll nicht in der Jogginghose dran sitzen, sondern sich so anziehen, wie man auch hingehen würde. Man soll sich vorher den Platz an dem man sitzt „einrichten“, seine Notizen und den Lebenslauf bereit legen, um gegebenenfalls schnell etwas nachzuschlagen. Ein Glas Wasser, um einen Schluck zu trinken, wenn der Hals ganz trocken ist. Man soll beim Telefonat gerade sitzen, weil sich die Stimme anders anhört, wenn man krumm sitzt und dadurch das Zwerchfell irgendwie „gepresst“ wird. Wenn das Telefon klingelt, soll man nochmal tief durchatmen und sich dann ruhig mit Vor- und Nachnamen melden.

In den Tagen vor dem Telefoninterview habe ich nochmal alles Mögliche über die Firma nachgelesen und mir Notizen dazu gemacht. Und dann kam der Tag des Anrufs. Der Schreibtisch war voll mit Notizen über die Firma und meinem Lebenslauf. Alles lag griffbereit, damit ich schnell kurz etwas nachschauen konnte, falls mir vor Nervosität irgendetwas nicht einfällt. Natürlich war auch das Glas Wasser griffbereit und ich saß gestriegelt und gebügelt im Hosenanzug da. Das Telefon klingelte, ich habe tief durchgeatmet und dann ging es los:

Der Herr am Telefon war sehr nett, als erstes hat er sich und dann die Firma kurz vorgestellt. Anschließend sollte ich etwas über mich erzählen. Danach kamen noch konkrete Nachfragen von ihm. Alles Fragen die leicht zu beantworten waren und darauf abzielten zu schauen, ob ich geeignet für den Job bin. Das Gespräch verlief durchweg freundlich und für mich problemlos. Nach ca. 20 Minuten war der Spuk auch schon vorbei.

In der nächsten Woche sollte ich Bescheid bekommen, ob ich in die nächsten Runde gekommen bin und mich persönlich noch vorstellen soll/darf. Das war auch der Fall. Ich wurde zum persönlichen Gespräch eingeladen.“

Hattest Du auch schon mal ein Telefoninterview? Wie ist es gelaufen?

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