In meiner aktuellen Umfrage für Berufseinsteiger haben viele von euch geantwortet, dass euch die Gehaltsverhandlung stresst. Kein Wunder! Du hast keinen Schimmer was man so verdient, weil kaum einer darüber spricht und Du niemanden kennst, der das macht was Du machen willst… Und es ist Deine erste Gehaltsverhandlung! Und dann knabbert zufällig auch noch die Jobsuche am Selbstbewusstsein und das Gefühl „Keiner will mich“ schleicht sich ein, weil Du noch keine Berufserfahrung hast… Und genau deswegen trittst Du dann – wie viele Berufseinsteiger – als Bittsteller auf, anstatt Deinen Gesprächspartner davon zu überzeugen, was Du mitbringst und wert bist.

Das Wichtigste ist also, erst mal Dich selbst noch mal zu vergewissern, was Du in Deinem Leben schon alles gelernt, geleistet und erreicht hast!

Konzentriere Dich jetzt erst mal auf das Vorstellungsgespräch an sich, also bereite Deine Selbstpräsentation vor und überlege Dir gute Antworten auf Standardfragen wie „Warum sind Sie die Idealbesetzung für die Stelle“, „Was sind Ihre Stärken und Schwächen“, und hab Beispiele parat.

Und weil Deine Antworten auf diese Fragen nicht nur wichtig fürs Vorstellungsgespräch sondern auch für Dein Selbstbewusstsein und für zukünftige Gehaltsverhandlungen sind, schreibst Du sie Dir am besten nicht einfach auf einen Schmierzettel sondern zumindest in Deinen Kalender oder noch besser in ein hochwertiges Notizbuch oder Erfolgstagebuch.

Das ist dann auch schon die halbe Miete für die Gehaltsverhandlung!

Jetzt kannst Du im Internet recherchieren, ob Du etwas zum Gehalt in Deiner Branche/Position herausfinden kannst. Da gibt es unter anderem den Gehaltsatlas 2015 und den Absolventen Lohnspiegel, oder Du googelst einfach nach „Gehalt“ und Deiner Position. Überlege Dir auch Deine persönliche untere Grenze, um Deine Lebenshaltungskosten decken zu können.

Wenn dann im Vorstellungsgespräch die Frage nach Deiner Gehaltsvorstellung kommt, nennst Du am besten einen Bereich (oberhalb Deiner unteren Grenze) z.B. 35.000-40.000 Euro Jahresbrutto.

Wenn Du Angst hast, völlig falsch zu liegen, ist es als Berufseinsteiger auch kein No-Go, die Frage zurückzugeben oder Deinen Gesprächspartner zu bitten, Dir ein Angebot zu machen. Sollte Dir das Angebot dann nicht gefallen, bringst Du noch mal Deine o.g. Fähigkeiten, Erfolge und Stärken an. Vielleicht hilft Dir dabei die Einstellung, dass der Arbeitgeber eine Stelle besetzen will und Du sein Problem lösen kannst. Frage auch ob es nach der Einarbeitungs- oder Probezeit eine Gehaltserhöhung und andere Prämien gibt. Denkbar sind zum Beispiel Umzugskosten, Fahrgeldzuschuss, Geschäftshandy das auch privat genutzt werden darf, Weiterbildung etc.

Ich habe Ende 2004 mein Diplom in Biologie gemacht und drei Monate später als Junior Clinical Research Associate in einem Auftragsforschungsinstitut mit einem relativ niedrigen Einstiegsgehalt angefangen und dann alle 6 Monate eine Gehaltserhöhung bekommen. Das fand ich fair und motivierend.

Ich finde ja, Geld allein macht nicht glücklich und nette Kollegen und eine angenehme Arbeitsatmosphäre sind viel mehr wert. Also mach Dich nicht verrückt wegen der Gehaltsverhandlung: Gehe selbstbewusst, offen und freundlich ins Gespräch und angel Dir den Job! Klick um zu Tweeten

Übrigens, am besten setzt Du auch nach dem Berufseinstieg Deine Erfolgsliste fort, um auch in zukünftigen Gehaltsverhandlungen damit punkten zu können.

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